Rund ums Brot backen

Besucher

Brot und Salz zum Umzug

auch im Brotbackautomaten lassen sich Brote backen, die diesem alten Brauch entgegenkommen. Dieser Brauch stammte noch aus Zeiten, als Brot und Salz nichts selbstverständliches waren.

Die Formel oder auch die Wünsche bei der Übergabe lauten denn auch:
Das Brot, damit in diesem Hause nie Hunger herrschen möge, das Salz, damit ewiger Wohlstand sei. Salz und Brot in das neue Haus zu bringen soll seine künftigen Bewohner vor Mangel an Lebensmitteln bewahren.

Brot, damit nie Hunger in das Haus einzieht
Salz, damit das Leben seine Würze behält
Wein, damit der Wohlstand erhalten bleibt

Ein verbreiteter und alter Brauch ist es deshalb, Gäste mit Brot und Salz zu begrüßen. Im Russischen bedeutet das aus Chleb („Brot?) und Sol („Salz?) zusammengesetzte Wort Chlebosolstwo „Gastfreundlichkeit?, ein Sprichwort sagt „Brot ist für alles ein Haupt?, womit ausgedrückt wird, daß zu allen Gerichten Brot gehört.

Weil erst das sterbende Korn viele Ähren hervorbringt und auch das Korn zermahlen werden muss, um Brot zu werden ist die Hostia der katholischen Messe in diesem Sinne eine Opfergabe. Als erster Hinweis auf das Opfer von Wein und Brot gilt das Opfer des Melchisedek, als er den Abram trifft (1. Mose 18-20).

Der Hintergrund ist ein recht einfacher:
Das Salz wurde früher nicht nur als Gewürz benutzt, sondern auch als Konservierungsstoff (Sauerkraut, Salzgurken, Salzheringe, SChinken, Speck und andere Pökelware). Dieses wichtige Gut, Salz, musste zumeist über große Entfernungen transportiert. Dementsprechend war es entsprechend teuer, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, das meist auch gehörige Steuern darauf erhoben wurden. Einfacher Rückschluß aus damaligen Zeiten, wer viel Salz besaß, war wohlhabend.

Die damalige Salzsteuer, die manchmal recht gesalzen war wird dadurch untermauert, dass sich in Haeusern oft noch Salzbaenke finden lassen. Das sieht aus, wie ne normale Bank, aber hohl. Das Salz kam in diese Bank, die Oma des Hause wurde dann dort mit ihren ganzen Kleidern raufgesetzt, wenn der „Salzsteuereintreiber“ im Anmarsch war!!!!

Damit keine widrigen Geister und Dämonen erzürnt (oder angelockt) werden, verzichtet man früher übrigens während der Zwölfnächte auf das Backen von Brot. Am Karfreitag gebackenes Brot wird erst dann schimmeln, wenn sein Bäcker unaufricht geworden ist.

Um Hausgeister zu halten beherzige man „schäl keinen Baum, erzähl keinen Traum, back keinen „Kümmel ins Brot?

Wohl nirgends gibt es so viele Brotsorten wie bei uns in Deutschland. Mehr als 300 verschiedene Arten von Brot und mehr als 1 200 Sorten von Kleingebäck (Brötchen, Brezeln usw.) gebacken werden.

Redensart: „Des’ Brot ich eß, des’ Lied ich sing’.?

Leave a Reply