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viele Kräuter zieren bei mir den Mini-Garten.

Zitronenmelisse

Zu den Kräutern bin ich keinesfalls über das Thema Backen oder Kochen gekommen sondern über meine Streunerkatzen, die ich versorge, und deren Naturkratzbaum, der durch Kräuter verschönert werden sollte.

Manche sagen, Katzen mögen sie – andere sind vom Gegenteil überzeugt. Ich selber habe mehr den Eindruck als wäre ihnen das alles recht egal. Mrs. Schneeulchen und die Kitten schnuppern regelmässig daran. Die anderen Damen und Herren der Katzenbande setzen sich nicht mit der Zitronenmelisse auseinander; bzw. nicht zu den Zeiten, wo ich das sehen könnte.

Die Zitronenmelisse wird zumeist mit ihren frischen Blättern für für Salate und zur Garnierung von Kochgerichten verwendet. Dabei wird die Melisse nicht mitgekocht, sondern sondern frisch/roh verwendet. Sie wirkt beruhigend, wird gegen Kopfschmerzen und Magenprobleme eingesetzt und findet sich auch als Badezusatz und in der Naturkosmetik. Melisse enthält ätherisches Öl (Hauptbestandteile Citral und Citronellal), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze pro 100 g Frischgewicht beträgt 253,0 mg.

Für Tee werden die frischen Blätter einfach mit heißem Wasser übergossen. Da die feinen Blatthärchen, die sich dabei gelegentlich lösen, mitunter als störend empfunden werden, empfiehlt es sich, den Tee zu filtern. Als Tinktur aus frisch gepressten Saft (Knoblauchpresse) wird es als Fieberblasenstift oder äth.Oel zum Betupfen von Fieberblasen (herpes simplex). Übrigens kann Zitronenmelisse zu allen Süßspeisen verwendet werden, die normalerweise mit Zitronenaroma verfeinert werden. Sie passen auch hervorragend, wenn fein zerkleinert, zu gezuckerten Erdbeeren.

Es handelt sich bei ihr um eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1 m hoch wird. Der Name „Melisse“ stammt aus dem Griechischen und wurde abgeleitet, bedeutet dann „Biene“. Nach Plinius liebt die Biene diese Pflanze mehr als alle anderen. Die Melisse wird deshalb seit langem als Bienenfutterpflanze angebaut und Imker reiben mit der Melisse den Bienenstock ein, damit das Volk nicht ausschwärmt Wobei ich jedoch Zitronenmelisse und Katzenminze nebeneinander stehen habe: alles summende trifft sich bei der Katzenminze.

Die Zitronenmelisse liebt warme Standorte und muß ab dem zweiten Jahr nur wenig gegossen werden. Durch sehr strengen Frost kann die Pflanze angeblich erfrieren, was ich in der Praxis noch nie beobachtet habe (und das obwohl der letzte Winter mehr als – 20 Grad in Peto hatte). Die Vermehrung erfolgt durch Teilen des Wurzelstocks, eine Aussaat kann ab April erfolgen.

Da das Zitronenaroma sich beim Trocknen verflüchtigt, eignet sich die Pflanze weniger zum Trocknen (es sei denn als Tee). Junge Triebe und die Blätter können von frühling bis Herbst geerntet werden. Kurz vor der Blüte (Ende Juni) hat die Pflanze den stärksten Wirkstoffgehalt. Bitte nicht über 30 Grad trocknen, sonst gehen die Inhaltsstoffe verloren.

Monarden – die leider unbekannten Kräuter

Es wird einmal wieder Zeit, neben dem selber backen, mich mit meinem Kräutergarten zu beschäftigen.

Durch Zufall bin ich auf diese herrlichen und hohen Staudenpflanzen gestoßen, die „eigentlich“ als Kräuter eingestuft werden. Gar nciht so einfach war es Bezugsquellen zu finden. Die Gärtner vor Ort haben diese Monarden, egal welche Sorte, nicht im Programm.

In Kräuterbonbons einer schweizer Firma ist die Monarda Bestandteil im Kräuterextrakts. Soll aus Ihnen ein Tee zubereitet werden, so  kommen auf 30 gr getrocknete Blätter ein Liter kochendes Wasser. Der Teesud sollte dann ca. 5 Minuten ziehen. Äusserlich angewandt kann man ihn zur Wundbehandlung einsetzen.

Man kann sie überall dort einsetzen, wo man auch Thymian oder Minze benutzen kann, beispielsweise in Salat, Gemüsegerichten und Fleischgerichten.

Sie heissen auch Indianernessel, Monarda, und sind meist als Staude bekannt. Verschiedene Sorten gibt es in den Farben rosa, rot, purpurlila, weiß und lachsfarben. Sie blühen im Regelfall von Juni bis September – sind anspruchslos und werden recht hoch. Meine Pflanzen dürften (wenn sie werden wie gehofft) zwischen 0,40 cm und 1,30 m hoch werden.

Monarden allgemein handelt es sich um sehr haltbare Schnittblumen mit aromatischem Laub. Bei diesen zumeist aufrecht und ausläuferbildendenden Pflanzen sollte ein Rückschnitt abgeblühter Blütenstände erfolgen. Zum empfehlen ist eine Teilung im Frühjahr, wenn die Pflanze sich zu sehr ausbreitet. Monarden freuen sich über einen Rückschnitt im Herbst. Ich habe diese von Pflanzenvielfalt, einer TOP-Gärtnerei im Internet, wo ich diese auch für mich neuen Pflanzen entdeckt habe.
 

Kornblumentee

Eigentlich eine relativ einfache, aus Samen zu ziehende Blumenart, die bisher sogar bei mir immer funktionierte. Sie haben ein wunderschönes blau, und wirken aber meiner Meinung nach, am besten innerhalb einer bunten Wiese. Dennoch habe ich in diesem Jahr wieder ein paar Samen ins Erdreich gebracht, die nach ca. 2 Wochen ans Tageslicht kamen. Nun, fast in der vierten Woche, sind sie ca. 4 cm hoch.
 
Name: Kornblumen
Latein: Centaurea cyanus
Familie: Korbblütler

Sie sind einjährig und werden bis zu 150 cm groß. Die Blätter sind graugrün, oben flaumig, unten wollig. Die Blüten sind leuchtend blau und blühen Mai bis September.

Sie enthalten den Bitterstoff Cnicin (Centaurin), das Glycosid Cichoriin und das Anthocyanglycosid Cyanin.

Verwendung:

Die Kornblume ist Bestandteil sehr vieler Teemischungen. Deshalb hier ein Rezept für einen Kornblumentee:

3 g Blüten – mit 1/4 l heißem Wasser übergießen – nach 10 Min. abseihen.

Davon täglich 3 Tassen regt die Verdauung an, fördert Harnsäureausscheidung, wirkt Rheuma entgegen, wie auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder Kopfschmerzen. Die beinhalteten Wirkstoffe sind Gerbstoffe und Bitterstoffe

Tobinambur

Eine Wurzel, von der ich bis heute nur einmal den Namen gehört hatte: „Tobinambur“. Der Geschmack ist als relativ neutral zu beschreiben. Ein hartes Fruchtfleisch, welches mich persönlich leicht an Kokosnus oder noch nicht reife Haselnüsse erinnert. Rezeptfrei, aber apothekenpflichtig, gibt es einen Saft, welcher „Heliantus Tuberosos“ genannt wird, dieser besteht aus genau dieser Wurzel und soll einem Sättigungsgefühl entgegenkommen.

Topinambur wird auch als „Diabetikerkartoffel“ bezeichnet. Zuweilen wird sie als Heckenpflanze verwendet. Oftmals bis der Besitzer entdeckt, dass sie eine selten gewordene Kartoffelart ist. Mittlerweile habe ich entdeckt, wo ich sie finde: bei ebay….

Sie vermehrt sich rasend und blüht,wie ihre Artgenossen die Sonnenblumen, einmal im Jahr, wobei die Blüte kleiner ist aber dennoch schön, während die Knollen – im Gegensatz zur normalen Kartoffelknolle – immer während Früchte trägt.

Sinnvoll sei es, sie unter Kontrolle oder in einem Kübel wachsen zu lassen, da sie sich wie Unkraut vermehre. Bei Bedarf holt man (auch im Winter) einfach die Knollen aus dem Pflanzgefäß.
Zum Winter hin werden sie braun und sollten abgeschnitten werden.

Sie ist eine stark krautbildende Pflanze, die frosthart ist und bis zu vier Meter hoch werden kann. Wobei sie gelb blüht, es gibt von ihr auch gefüllte blühende Sorten. Das Wichtigste aber sind die zuckerreichen Knollen.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde bei einer Hungersnot im damaligen Nouvelle France (heute Kanada) die Topinambur von Indianern übernommen. Sie gelangte durch Seefahrer nach Frankreich und wurde an den Fürstenhöfen als Delikatesse angebaut. Bei uns gewann die Knolle auch erst in den Hungerjahren nach dem Krieg eine gewisse Bedeutung.

Es ist eine gesundheitsfördernde Knolle, besonders bei Diabetes, Stoffwechselleiden und Verdauungsstörungen.

Das Biotin, dessen Gehalt sehr hoch ist, als Wirkstoff neben den bekannten Vitaminen A, B1, B6, C, D, PP. Der Hauptinhaltsstoff der Knolle: Der linksdrehende Fruchtzucker (Fructose, Lävulose) wird vom Körper aufgenommen, ohne in angemessenen Mengen die Bauchspeicheldrüse sonderlich zu belasten.
Neben dem Fruchtzucker ist der Traubenzucker, in einem günstigen Verhältnis zueinander 2:1 (ähnlich wie Honig).

Die Mineralsalze (1,1 – 1,6 %) enthalten reichlich Calcium, Silicium, Eisen und Natrium, also Gerüst-, Gewebs- und Blutbilder.

Mehr darüber unter http://www.mueggelheimer-bote.de/0302/rubrik_garten.html

Diese Art wird heute immer öfter wegen der essbaren Knollen angebaut, doch auch aus jungen Blattrieben kann ein köstlicher Salat bereitet werden. Ebenfalls sollen sich die Blätter dieser Pflanze als Zwergkaninchen und Meerschweinchen-Futter eigenen.

Da Topinambur stark wuchern soll wird er in meinen Absturzgarten gesetzt, manch einer setzt sie auf den Komposthaufen. Die Gartenabfälle können ruhig in dieses Topinamburbeet geworfen werden – die Abfälle verrotten hier und Unkräuter haben keine Chance hochzukommen 🙂

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Tobinambur mit Tomaten

500 gr Topinambur
200 gr Tomaten
1 Zwiebel
1 Bund Schnittlauch
Öl, Essig, Salz, Pfeffer
Hüttenkäse

Topinambur gründlich waschen. Tomaten waschen und sechsteln. Schnittlauch schneiden.
Aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und gewürfelter Zwiebel eine Marinade anrühren. Topinambur mit dem Gurkenhobel in die Marinade hobeln. Tomaten untermischen und mit Schnittlauch bestreuen. Mit Hüttenkäse garnieren.

Löwenzahn

Jupheidi und Jupheida … da kann man-/frau doch direkt etwas erleben wenn er/sie in ländlichen Gebieten Löwenzahnsamen kaufen möchte.

Bitte was? Meinen Sie Ruccola? Nein, meine Freundin meinte Löwenzahn! Den, Löwenzahn, denn man/frau dem Meerschweinchen servieren kann, den Löwenzahn, der sich zu Salat zubereiten lässt und den Löwenzahn, aus dem ein schmackhafter Salat gemacht werden kann.

Auch die Möglichkeiten im Internet Löwenzahnsamen zu bestellen halten sich in Grenzen. Beim Samenshop24 konnte ich dann fündig werden, damit das arme Meerschweinchen künftig frischen Löwenzahn erhalten kann.

Löwenzahn, eine mehrjährig Pflanze, die eigentlich „Taraxacum officinale“ heißt und eine Höhe von 20-40 cm erreichen kann.

Ausaat :
Zeit : Mitte März bis Mitte September – entweder über das Frühbeet oder direkt ins Freiland. 

Die gewünschte Bodentemperatur liegt bei 15-18 °C und die Keimdauer in Tagen beträgt rund 21-25 Tage. Inhalt eines Pächckens reicht für ca. 200 Pflanzen und kostet -,99 Euro.

Standortansprüche:
Nach der Aussaat andrücken und feucht halten. Liebt einen tiefgründigen, humosen Boden an sonniger Stelle.

Löwenzahntee

1 bis 2 Teelöffel geschnittenen Löwenzahn mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, dann zum Sieden erhitzen und eine Minute kochen lassen. Nach Nach 10 bis 15 Minuten abseihen.

Dieser Tee wurde auch bei Magen-Darm-Erkrankungen, Völlegefühl und Blähungen, bei Gallenleiden, Blasenbeschwerden, Leber-, Milz- und Nierenversagen, bei Gicht, Rheuma, Husten und Bronchialkatarrhen, bei Kreislaufstörungen, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Venenerkrankungen, Wassersucht, Fettsucht, Zuckerkrankheit und Hautausschlägen verabreicht. Zur Linderung akuter Beschwerden sollten vier bis fünf Tage lang morgens und abends eine halbe bis eine Tasse Löwenzahn-Tee getrunken werden.

Die Wirkung von Löwenzahn bezieht auf harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung, deshalb ist Löwenzahnsalat so gesund, es besitzt einen milden Geschmack. Weiterer Vorteil ist, daß der Löwenzahn blutreinigende Stoffe be. Junge Blüten können zur Herstellung von Sirup verwendet werden.

Es gibt spezielle Rezepte für Löwenzahntees, die gegen Nierensteine eingesetzt werden. Es würde jedoch zu weit führen, dies hier noch aufzuführen.

Wermut

Wermut, wie auch Katzenminze, Bambus, Salbei, Thymian und Wermut- sowie Baldrianstauden sind besonders bei Katzen beliebt, sie werden nämlich gerne zu Liegemulden gewälzt, zusammengefressen oder anderweitig in Anspruch genommen.

Die Pflanze, die ich im letzten Sommer gekauft habe bildet nun (vermutlich dank des milden Winters) ihre ersten jungen Sprosse im Bereich des Hauses. Was das Aussenlager betrifft, so habe ich noch nicht sehen können was die Natur in diesem Frühjahr 2007 bewegt hat. Es freut mich, dass die Pflanze den Winter überlebt hat, zumal sie bestimmt nicht die optimalen Verhältnisse hat da mit Sicherheit manch eine Katze den großen Pflanzbehälter als Toilette verwendet hat.

Er gedeiht in sonnigen Lagen, und das ohne große Ansprüche.

Frische oder getrocknete Blätter verwendet, dienen sie als Beigabe zu Braten, ebenfalls bekannt als Weinbrandgewürz. Er wirkt als Tee magenstärkend und fiebersenkend.
Verwendung: Eintöpfe, fette Fleischgerichte, Wild – sparsam verwenden durch mitkochen bei den Speisen. Die Konservierung geht über das Trocknen.

Er hält in der Nähe von Obtbäumen gepflanzt Kohlweißlinge ab. Ernte: Juni bis September und ist winterhart.An den hellgrauen Zweigen und weißfilzig behaarten Blättern sollen sich im Sommer hellgelbe Blüten bilden – soweit ist meine Pflanze aber noch nicht. Er ist nicht als Zimmerpflanze geeignet – warum konnte ich (noch) nicht erfahren.

Gelesen habe ich, dass er möglichst alleine stehen soll – ich hoffe, er und der Baldrian vertragen sich, obwohl Wermut wachstumshemmende Stoffe ausscheidet. Unter Stachelbeeren und Johannisbeersträucher gepflanzt wirkt soll er gegen Rostbefall (? ups, das kenne ich nicht aus der Pflanzenwelt) helfen. Der Rückschnitt erfolgt im Herbst, in rauhen Gegenden sollte es einen Winterschutz geben.

Vermehrung: Aussaat im März/April (aber eine Pflanze reicht für den Hausgebrauch) oder Stecklinge im Spätsommer.
Ernte: Laufend junge Blätter.
externer Linktip(p) zum Baldur Gartenversand:
www.baldur-garten.de 

Ich selber habe meine Pflanze ersteigert
eBay Partnerprogramm

Katzenminze

ein Kräutlein, über welches sich nicht nur mancher Stubentiger freut, sondern welches auch als Heilmittel bei uns Menschen verwendet wird. Für unsere Katzen kann sie besonders interessant sein wenn die kalten Wintermonate anbrechen. Ein lebendiges Katzenminzepflänzchen und viel Licht bewirken wahre Wunder in Sachen Fitness für Stubentiger.
Im letzten Jahr hatte ich zum ersten Mal diese Pflänzchen eingesetzt. Einen Teil im Freien und eine Pflanze im Haus. Die Katzenminze, die ich im Blumentopf angepflanzt hatte, habe ich im Dezember rigeros abgeschnitten. Bereits im Januar kamen die ersten neuen Triebe und die Pflanze legte los mit wachsen. Während die Zimmerpflanze mehr in die Höhe geht sind die Gartenpflanzen niedriger – dafür aber auch mehr Triebe und Zweige.

Die Pflanzen aus dem Vorjahr sind an einer Stelle, jetzt im März 2007, schon ganz toll neu ausgetrieben. Da das nicht im Katzenasyl ist werde ich diese Pflanze wohl später umpflanzen, damit die Tiger eine große, starke Pflanze bekommen. Im Baumarkt habe ich gestern eine weitere mitgenommen da ich noch nicht weiß, wie die Pflanzen aus dem Vorjahr über den Winter gekommen sind, die im Haus stehende Pflanze scheint es dieses Jahr nicht geschafft zu haben, schade.

Darauf gekommen bin ich durch einige Catnip-Pflanzen bei meinem üblichen Einkauf von Sanabell Trockenfutter bei Zooplus. Dieser Samenpackung, die leider noch nicht in die Erde gebracht wurde, lag eine Packung getrocknete Katzenminze – vom Hersteller wohl der Einfachheit halber als Catnip bezeichnet – bei. (Ich wollte so ganz nebenbei meiner Mutter zeigen, wie diese Pflanzen im ausgewachsenen Zustand aussehen müssten).

Ich ließ dieses Samenpäckchen recht unbeaufsichtigt liegen, da ich mir kaum vorstellen konnte, dass diese getrockneten Pflanzenteile irgendwen, geschweige denn der brave Peter meiner Mutter, anspricht. Aber diese Rechnung hatte ich mal wieder ohne den Wirt gemacht. Er sprang auf den Tisch, was ihm verboten ist und spielte mit dem Päckchen bis zum „geht nicht mehr“. Nun wollte ich es wissen und machte dieses Minipäckchen auf. Nicht vorstellbar, wie der junge Mann namens Peter, den sonst weder Futter anspricht noch irgendwelche andere
Leckerbissen aus der Reserve locken, darauf reagierte. Er frass diese trockenen Kräuter und wälzte sich quasi in Ihnen als wäre es der Genuß schlechthin. Auch der zweite Stubentiger reagierte mit verliebten auf die Seite drehen und kugeln um sich selber. Nun verstand ich plötzlichauch, warum unser Cib sich so schnell mit diesem Teil, welches ich lieb- und achtlos auf den Schrank gelegt hatte, geflirtet hatteZum ersten werde ich mal sobald wie möglich die Samen in die Erde bringen, laut Anweisung müssen die Samen jedoch zuvor leicht mit Schmirgelpapier behandelt werden; vermutlich, damit der Keimprozess nicht so lange dauert.

Nachdem die Samen leicht angeschmirgelt wurden müssen sie in die Erde und sollen mit nicht mehr als mit 8 mm Torf bedeckt werden. Innerhalb von 5 – 7 Tagen müssten sie keimen und sollen dann pikiert werden. Laut Herstellerangabe müssten sie in 45 bis 90 Tagen eine Höhe von 60 – 90 cm erreicht haben und winterhart sein. Sie könnten sich jahrelang weiterentwickeln, falls unsere Tiger sie nicht vorher „niederknutschen“.

Bis heute konnte man übrigens nicht in Erfahrung bringen, warum diese starke Wirkung der Katzen auf dieses Kraut erfolgt. Jedoch konnt man/frau in Erfahrung bringen, dass die in der Katzenminze enthaltenen Duftstoffe chemisch einer Substanz gleichen, die nicht sterilisierte Kätzinnen über den Urin ausscheiden. Daher würden Kater auf Katzenminze stärker ansprechen als Kätzinnen oder kastrierte Männchen. Zudem übe der Geruch dieser Pflanze eine geradezu erotische Anziehungskraft auf Stubentiger aus. Diese Vorliebe für Katzenminze wäre vererbbar wobei es auch Ausnahmen gäbe, die keine Reaktion zeigen würden. Weil es eben wenige Ausnahmen gibt sind auch viele der Katzenspielzeuge mit Katzenminzefültlt.

Die Reaktionen von Katzen kann auf Frische Katzenminze anders sein als auf getrocknete. Weitere Pflanzen, auf die die meisten Katzen anturnend reagieren sind beispielsweise: Muskatellersalbei, Katzengamander (Teucrium marum) und Baldrian.

Schon in den Kräuterbüchern des Mittelalters beispielsweise bei Albertus Magnus ist zu lesen, dass Katzen sich damit «imprägnieren». Dioskorides nennt weitere Indikationen: Als Tee aufgebrüht getrunken, treibt es den Harn und die Monatsregel, löst den Krampf, hindert den Brechdurchfall und senkt das Fieber bei Schüttelfrost. Mit Salz vermischt und roh oder gekocht gegessen, tötet es die Bauchwürmer. Ferner wirken die zerstossenen Blätter mit Wolle zu einem Zäpfchen geformt und appliziert menstruationsfördernd und töten die Frucht. Der Dampf des angezündeten Krauts soll Schlangen vertreiben. Hildegard von Bingen verabreicht pulverisierte Katzenminze bei Skrofeln am Hals, bevor diese aufgebrochen sind, als Brotaufstrich, in Mus oder «Kucheln» gegessen. Brechen die Skrofeln auf, so lege man die Blätter der Katzenminze roh und frisch darüber und die Skrofeln trocknen aus.

Katzenminze wirkt fiebersenkend, krampflösend, stark schweisstreibend und beruhigend. Sie besitzt einen angenehmen Geschmack und die sanfte Wirkung ist sie als Arzneipflanze für Kinder bei Erkältungen, Grippe und Fieber geeignet, speziell auch in Verbindung mit Honig zusammen und mit Holunderblüten und Schafgarbe. Katzenminze hilft auch bei Blähungen und beruhigt dadurch Verdauungsstörungen und Koliken.

Sie ist ein Wundermittel gegen Mücken: Im Sommer können Mücken zu einer echten Plage werden. Viele von uns Dosenöffnern greifen dann zur chemischen Keule, um die kleinen Blutsauger los zu werden. Bis zu zehn Mal besser wirke aber scheinbar die Katzenminze, wie amerikanische Chemiker beobachtet haben wollen.

Getestet haben die Chemiker das abstossende Öl der Pflanze an den Gelbfieber- Moskitos (Aedes aegypti). Für die Tests steckten die Wissenschafter jeweils 20 Moskitos in grosse Glasröhren, die auf einer Seite mit unterschiedlich hohen Nepetalacton-Dosen behandelt waren. Nach zehn Minuten hielten sich nur noch zwischen vier und fünf Mücken auf der Nepetalacton-Seite auf – die anderen waren geflüchtet.

Ich selber habe vier Pflanzen der klassischen Katzenminze, die wohl relativ unempfindlich sind, da ich sie an verschiedenen Standorten eingepflanzt habe und alle Pflanzen nach dem Winter gut und stark wieder neue Triebe gebildet haben. Erst in diesem Jahr habe ich mich nach dem Geruch kundig gemacht: ähnlich unserem Pfefferminz würde ich sagen.

Welche Sorte von den vielen denn nun passender ist konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich gehe davon aus, dass jede der Katzenminzepflänzchen über die selben Eigenschaften verfügt wie die klassische Katzenminze, die dunkelblau blüht.

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Stevia oder Süßkraut

Süßkraut oder auch Stevia genannt lat. Stevia rebaudiana ist eine Pflanze, die für Diabetiker oder Menschen, die keinen Zucker zu sich nehmen dürfen, eine wahre Freude darstellen dürfte. Schade nur, dass diese Pflanze zwar als Kraut angebaut werden darf, wirtschaftlich aber nicht verwendet werden darf. Ob das an der Lobby der Zuckerhersteller liegen mag? Mein Bruder beispielsweise, der Süßstoff nicht verträgt könnte also dieses Kräutlein verwenden, wenn er es erst einmal kennen würde. Ich selber habe auch erst vor wenigen Tagen darüber mehr erfahren durch eine Dame, die in der großen weiten Welt umher gekommen ist und bei der die Blätter dieses Pflänzchens einfach so, nebenbei, geknabbert werden und bei der Menschen im Bekanntenkreis nur noch mit Stevia backen und kochen weil sie Zucker nicht vertragen. Nun also mehr zum Süßkraut oder Honigblatt, Ca-a jhee, Caa-a yupe, Caajhe-he, Herba dulce oder einfach Süßes Kraut, einem Korbblütergewächs.
In Südamerika gibt es von ihr 150 bis 300 Arten, von denen jedoch nur zwei das diterpene Steviosid enthalten, das den süßen Geschmack der Blätter erzeugt.

Zehn Tropfen des Extrakt können scheinbar die Süße von 300 Gramm Zucker – ohne Kalorien – ergeben. Schon die Blätter sollen zehn bis 15 Mal süßer sein. Nur 50 Gramm reines Steviosid könnten 12,5 Kilogram Zucker ersetzen, doch ist die Süße abhängig von Temperatur, pH-Wert und Konzentration. In größeren Mengen wird es bitter. Stevia soll für Diabetiker gut sein und Karies unterbinden. Wer also Zucker meiden will oder muss und wem synthetischer Süßstoff (wie bei meinem Bruder, der davon erbrechen muss) nicht bekommt, für den wäre Stevia bestimmt eine Lösung.
Sie bietet noch einen weiteren Vorteil: Eine Hilfestellung für Neurodermitiker „zuckerfrei“, „natürlich“, „süss auch mit geringen Mengen“ und hervorragend im Joghurt verwendbar. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich nach Genuß nicht – es sind jedoch Fälle aufgetreten, in denen eine Senkung des Blutzuckerspiegels erfolgte.

Überwiegend findet man es im Hochland von Paraguay, aber auch in Brasilien und Argentinien vor. Gerne siedelt sich dieses Kraut in unfruchtbarem, sauren Sand- oder Kompostböden an die zumeist am Rand von Marsch- oder Grasland mit niedrigem Wasserspiegel zu finden ist. Lange, lange vor unserer Zeit hatte sich die Stevia fast über die ganze Welt verbreitet. Unter anderem findet man sie in: Japan, Korea, Taiwan, auf den Philippinen, in Südostasien, England, Israel und vielen weiteren Ländern unserer Welt. Sie läßt sich aus Samen, durch Kronenteilung oder Bewurzlung von Zweigen, welche bis zum Boden reichen können, vermehren.

Die Pflanze wird wildwachsend ca. 60 cm hoch. Als Kulturpflanze ist jedoch mehr an Größe möglich. Die Blätter sind klein und grün gefärbt. Je älter die Blätter sind, desto kräftiger entwickelt sich die Blattfarbe in Richtung dunkelgrün. Das Wurzelsystem besteht aus vielen kleinen dünnen Wurzeln, die tief in den Boden reichen können.

Die Blätter enthalten zwischen 6 und 12 % Steviaoside. Beispielsweise könnten auf einen halben Hektar Land ca. 220 kg Stevioside aus den Blättern extrahiert werden. Diese Menge entspricht in Haushaltszucker umgerechnet ca. 28 Tonnen Zucker. Desweiteren sind noch in den Blüten enthalten: Rebaudiosid A: 0,21 %
Jhanol: 0,18 %
Austroniulin: 0,08 %

Süßkraut wird seit langer Zeit in Amerika zum Süßen von Tees und Speisen verwandt. Bei uns ist der Gebrauch noch nicht so weit verbreitet. Die USA und Japan gelten als Länder, in denen Stevia frei verkäuflich ist. In Deutschland grasieren (von Nichtanwendern) jede Menge Geschichten, die ich aber nachdem ich nun einiges recherchiert habe und Menschen kennengelernt, die mit dieser Pflanze seit Jahrzehnten „verbandelt“ sind, als Märchen einstufen möchte. Beispielsweise wurde davon gesprochen, dass Stevia unfruchtbar macht – eigenartigerweise sind die Stämme/Länder der Ureinwohner nicht unbedingt kinderlos oder kinderarm gewesen – somit kann das irgendwie nicht stimmen. Da erscheint mir die Aussage eines Teeladenbesitzers schon eher logisch, daß nämlich Stevia nicht mehr verkauft werden darf, „weil die Zuckerindustrie die EU-Kommision geschmiert hat.“

Richtig ist vielmehr, wie die gemeinsame Expertenkommission für Lebensmittelzusatzstoffe der Weltgesundheits- und Welternährungsorganisation (JECFA) auf der Grundlage weiterer Studien im Juni 2004 veröffentlicht hat: Steviosid (bis zu einer Höchsteinnahmemenge von 2 mg pro Tag und kg Körpergewicht) für den menschlichen Gebrauch als unbedenklich zu bezeichnen.

Somit als NULLO Problemo statt Süßstoff oder Zucker ein Blättchen Stevia in den Tee zu legen. Auch die Uni Hohenheim widmet sich sehr positiv und aktuell diesem Thema.

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Baldrian

Garnicht so einfach käuflich zu erwerben ist die Baldrianpflanze. In den hier örtlich ansässigen Baumärkten gab es keine Chance, also wurde mal wie gesteigert auf diese Pflanze, deren Name vermutlich vom botanischen Namen Valeriana officinalis, welches sich von valere = „gesund sein“ ableitet. Zuhause ist der Baldrian in Europa und Asien, millterweile auch im nordöstlichen Amerika. Ein unempfindliches und starkes Pflänzchen, welches schnell zur großen Pflanze werden kann.

Die Baldrianstaude kann eine Höhe von 50 bis 150 cm erreichen, wobei der runde und hohe Stängel meist nur in der oberen Hälfte verzweigt ist. Die hellrosa bis weißen Blüten sind in rispigen Trugdolden angeordnet und besitzen einen angenehmen Duft. Erst beim Trocknen der Blüten entsteht der charakteristische Baldriangeruch.

Der runde, hohle Stängel ist meist nur in der oberen Hälfte verzweigt und trägt hellrosa bis weiße, in rispigen Trugdolden angeordneten Blüten. Die Blätter sind fiederschnittig oder gefiedert. Die frischen Blüten besitzen einen angenehmen Duft, erst beim Trocknen entsteht der charakteristische Baldriangeruch. Katzen aber auch Ratten fühlen sich davon sehr angezogen. Medizinisch verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile.

Da er bei Mutter Natur gerne in Ufernähe wächst freut er sich über einen feuchten Standort. Wenn man die wertvollen Wurzeln ernten möchte, die oftmals als Heilmittel angewendet werden, so empfiehlt es sich, einen Teil der Blütenstände zu entfernen, da sich dann kräftigere Rhizome bilden. Vereinfacht gesagt: Wurzel ernten, trocknen und Sud kochen.

Als Zierpflanze ist Baldrian recht unempfindlich. An einem idealen Standort kann er durchaus bis 1,5 Meter hoch werden.

Im Volksmund wurde der Baldrian auch Katzenkraut genannt, da er aufgrund seines Geruches Katzen anlockt. Eine Kombination bauten die Menschen damals zwischen den guten Sehkräften und einer vermeintlichen Verwendung als Augenheilmittel. Aber der Baldrian wurde auch als Mittel gegen Pest und andere Seuchen angewendet; über den Erfolg dürfte sich jedoch streiten lassen. Seine Bezeichnung im Brauchtum, Hexenkraut, lässt sich wohl am ehesten auf seinen Geruch zurückführen, der angeblich böse Geister und Hexen vertreiben sollte. Dieser typische Geruch soll der Sage nach auch dem Rattenfänger von Hameln geholfen haben, der angeblich einen Baldrianzweig an seinem Gürtel befestigt hatte und so die Ratten anlockte.
Richtig dosiert ist seine Anwendung wissenschaftlich unumstritten: Unerwünschte Nebenwirkungen und Entstehen einer Abhängigkeit gibt es bei ihm nicht – Baldrian ist gut mit Hopfen kombinierbar (verstärkte Wirksamkeit). Baldrian wirkt u. a. bei Kopfweh, Migräne, Schlafstörungen, bzw. Einschlafstörungen, Unruhe und Stress, Wechselbeschwerden und anderem mehr.

Baldrian ist heute bestimmt eines der bekanntesten Schlaf- und Beruhigungsmittel aus dem Kräutergarten; während er jedoch im Altertum überwiegnd bei Frauenleiden (krampflösende Wirkung) eingesetzt wurde. Seine beruhigende Wirkung wurde erst im 19. Jahrhundert entdeckt.
Zubereitung: von der Baldrianwurzel (1-2 Teelöffel pro Tasse) kann man entweder einen Aufguss herstellen, sie abkochen oder ein Kaltmazerat herstellen. Weil Baldrian einen unangenehmen Geschmack hat, wird er häufig mit anderen Kräutern (z.B. Melisse) gemischt.

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