Zitronenmelisse

Zu den Kräutern bin ich keinesfalls über das Thema Backen oder Kochen gekommen sondern über meine Streunerkatzen, die ich versorge, und deren Naturkratzbaum, der durch Kräuter verschönert werden sollte.

Manche sagen, Katzen mögen sie – andere sind vom Gegenteil überzeugt. Ich selber habe mehr den Eindruck als wäre ihnen das alles recht egal. Mrs. Schneeulchen und die Kitten schnuppern regelmässig daran. Die anderen Damen und Herren der Katzenbande setzen sich nicht mit der Zitronenmelisse auseinander; bzw. nicht zu den Zeiten, wo ich das sehen könnte.

Die Zitronenmelisse wird zumeist mit ihren frischen Blättern für für Salate und zur Garnierung von Kochgerichten verwendet. Dabei wird die Melisse nicht mitgekocht, sondern sondern frisch/roh verwendet. Sie wirkt beruhigend, wird gegen Kopfschmerzen und Magenprobleme eingesetzt und findet sich auch als Badezusatz und in der Naturkosmetik. Melisse enthält ätherisches Öl (Hauptbestandteile Citral und Citronellal), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze pro 100 g Frischgewicht beträgt 253,0 mg.

Für Tee werden die frischen Blätter einfach mit heißem Wasser übergossen. Da die feinen Blatthärchen, die sich dabei gelegentlich lösen, mitunter als störend empfunden werden, empfiehlt es sich, den Tee zu filtern. Als Tinktur aus frisch gepressten Saft (Knoblauchpresse) wird es als Fieberblasenstift oder äth.Oel zum Betupfen von Fieberblasen (herpes simplex). Übrigens kann Zitronenmelisse zu allen Süßspeisen verwendet werden, die normalerweise mit Zitronenaroma verfeinert werden. Sie passen auch hervorragend, wenn fein zerkleinert, zu gezuckerten Erdbeeren.

Es handelt sich bei ihr um eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1 m hoch wird. Der Name „Melisse“ stammt aus dem Griechischen und wurde abgeleitet, bedeutet dann „Biene“. Nach Plinius liebt die Biene diese Pflanze mehr als alle anderen. Die Melisse wird deshalb seit langem als Bienenfutterpflanze angebaut und Imker reiben mit der Melisse den Bienenstock ein, damit das Volk nicht ausschwärmt Wobei ich jedoch Zitronenmelisse und Katzenminze nebeneinander stehen habe: alles summende trifft sich bei der Katzenminze.

Die Zitronenmelisse liebt warme Standorte und muß ab dem zweiten Jahr nur wenig gegossen werden. Durch sehr strengen Frost kann die Pflanze angeblich erfrieren, was ich in der Praxis noch nie beobachtet habe (und das obwohl der letzte Winter mehr als – 20 Grad in Peto hatte). Die Vermehrung erfolgt durch Teilen des Wurzelstocks, eine Aussaat kann ab April erfolgen.

Da das Zitronenaroma sich beim Trocknen verflüchtigt, eignet sich die Pflanze weniger zum Trocknen (es sei denn als Tee). Junge Triebe und die Blätter können von frühling bis Herbst geerntet werden. Kurz vor der Blüte (Ende Juni) hat die Pflanze den stärksten Wirkstoffgehalt. Bitte nicht über 30 Grad trocknen, sonst gehen die Inhaltsstoffe verloren.

Erdbeerkuchen

Die Butter oder Margarine schaumig rühren und nach und nach die Eier und den Zucker hinzugeben und verrühren. Die restlichen Zutaten unterrühren und den Teig in eine Springform geben. Im vorgeheizten Backofen bei 180-200 Grad 45 Minuten bis zu 60 Minuten backen.

Bei Erdbeerkuchen den fertig gebackenen Teig auskühlen lassen, evtl. durchschneiden und mit Erdbeermarmelade oder einer Vanillebuttercreme füllen, dann den Deckel darauflegen, wieder mit Erdbeermarmelade oder Vanillebuttercreme bestreichen.

Zum Abschluß mit reichlich frischen Erdbeeren belegen und mit Tortenguß überziehen.

erdbeerkuchen

Zutaten für den Teig:

140 gr Butter oder Margarine

130 gr Zucker

150 gr Mehl

2 Eier

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

½ EL Rum

Erdbeerkuchen Rezept Erdbeerkuchen

Frankenlaib

Ein Rezept aus dem Fränkischen – wer mehr wissen will über regionales Kochen, der könnte sich wohl fühlen bei den Schwäbischen Rezepten.

Der Grundsauerteig wird mit etwas warmem Wasser angerühert und die Hefe in lauwarmen Wasser aufgelöst. Die verschiedenen Mehle werden in eine Schüssel gesiebt um dann in der Mitte eine Kuhle zu machen, in welche Sauerteig und Hefe hineinkommen. Mit etwas Mehr wird dieser Vorteig angemischt und kann dann ca. 30 Minuten gähren.

Dann wird mit Salz und Kümmel gewürzt und alles gut verknetet. Nach und nach wird die gesamte Wassermenge zugegeben bis ein geschmeidiger Teig entstanden istFrankenlaib Rezept
An einem warmen Ort sollte dieser Teig dann 2 Stunden gehen. Danach wird auf einem bemehlten Tuch ein Brotlaib geformt, der in einem Handtuch in eine passende Schüssel gelegt wird. Der Brotlaib wird durch die Tuchenden bedeckt und geht eine weitere Stunde.

Danach wird der geformte Laib auf ein gefettetes Backblech gelegt und im vorgeheizten Backofen gebacken. Beim Einschieben des Brotes sollte eine Tasse Wasser in den Ofen gegossen werden damit Wasserdampf entsteht. Möglich ist natürlich auch ein Tonschälchen mit Wasser im Backofen. Nach ca. 10 Minuten wird der Ofen kurz geöffnet, damit der Dampf entweichen kann.

Backhitze ca. 250 Grad bei einer Backzeit von ca. 60 Minuten

bei abgeschalteter Temperatur verbleibt das Brot noch ca. 10 Minuten in der Röhre.

Wenn das Brot dann aus dem Ofen kommt wird es mit gekochtem Stärkebrei bestrichen.

Zutaten:

300 gr Grundsauer

100 gr Mehl (Type 1600)

100 gr Mehl (Type 350)

600 gr Roggenmehl

15 gr Hefe

ca. 3/4 l lauwarmes Wasser

1 1/2 EL Salz

1 EL gemahlenen Kümmel

Doppekoche, Doppeköche oder Rappes

Besonders auf dem Lande war früher der Martinstag ein ganz besonderer Tag. An diesem Tage erhielten die Mägde und Knechte ihren Lohn, da jetzt die Ernte eingebracht und der Wein gekeltert war. Das typische Gebäck für den Martinstag könnt Ihr übrigens bei den Weihnachtsrezepten erfahren.

Der Martinstag stand für das Ende eines jeden Wirtschaftsjahres. Zu diesem Zeitpunkt mußten jedoch die Abgaben an Zinsen und Pacht bezahlt werden. Viele Bauern leisteten ihre Abgaben nicht in form von Geld sondern in Naturalien, also durch landwirtschaftliche Produkte, z.B. einer Kuh, einem Schwein oder einer Gans. Weil die Gänse oft vorher geschlachtet wurden, um dem Gutsherren einen fetten Gänsebraten zu servieren wurden diese Gänse nach dem Namen des Tages, also Martinsgans genannt.

Die etwas ärmere Bevöllkerung labte sich an diesem Gericht hier: Doppekoche, oder Döppekoche oder im Hunsrück Rappes, wo es mit Apfelmuß serviert wird. Einfach lecker schmeckt diese Art Reibekuchen auch mit Salat.

2 kg Kartoffeln (für kleinere Esser oder Familien diese Zutaten am besten hälfteln)

2 Ei(er)

200 g Schinken, gewürfelt

2 Brötchen, altbackene und ½ Liter Milch sowie Salz – Pfeffer – Muskat und Öl (je nach Wunsch auch geschnittene Salami, Speck, Zwiebeln oder oder oder)Bei Bedarf noch eine Käseschicht zum Überbacken.

Brötchen in Würfel schneiden, in der heißen Milch einweichen und gut zerdrücken und die Kartoffeln reiben. Diese Kartoffelmasse mit allen Zutaten gut vermengen. Eine Auflaufform mit Öl auspinseln (darf auch etwas mehr sein). Den Bräter n o c h o h n e Kartoffelmasse in den heißen Ofen (250 Grad) stellen. Erst wenn das Öl schon richtig heiß ist die Form oder den Bräter wieder herausnehmen dann erst mit viel Vorsicht die Kartoffelmasse einfüllen und ab in den Offen für ca. 30 Min, dann auf 200 Grad runter gehen und solange backen, bis sich eine richtig schöne Kruste gebildet hat (ca. 1Std).

Doppekocherezept

Wer übrigens gerne mehr über Brauch, Brauchtümer, die entsprechenden Gedichte oder Vorgeschichten wissen möchte, der kann so manches erfahren bei www.dagmar-borchert.de

Adventsbrot

Die Zutaten für den Ansatz mischen und diesen Ansatz mit Rum zwei Tage stehen lassen.

für den Brotteig alle Zutaten vermischen und verkneten. Danach den Ansatz zu dem Brotteig geben und verkneten. Den Teig in zwei Hälften teilen und diese zulänglichen Brotblaiben formen und mit Wasser einstreichen. Danach auf ein gefettetes Backblech legen.

Den Teig, bzw. die zwei Laiber, nochmals 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Anschließend die Oberflächen der Brote mit Mehl bestreuen, absieben, evtl. mit einer weihnachtlichen Motivschablone wie Sternen.

Die Brote in den auf 240 Grad vorgeheizten Backofen schieben und 5 Minuten bei 240 Grad backen, dann den Backofen auf 180 Grad zurückschalten und die Ofentüre kurz öffnen, damitder Backdampf entweichen kann. Die Brote weitere 45 Minuten backen lassen

Zutaten für den Ansatz:
150 gr Rum (38%)
100 gr weiche Backpflaumen
100 gr weiche Dörraprikosen
50 gr Orangeat
50 gr Zitronat
50 gr Mandelstifte
50 gr Rosinen

für den Brotteig
400 gr Weizenmehl Type 550
150 gr Roggenmehl Type 987
15 gr Sauerteig
10 gr Salz
15 gr Hefe
350 ml Wasser

sowie etwas Fett für das Blech und etwas Mehl zum bestäuben

Quelle:
Brotrezepte aus ländlichen Backstuben

Stollen … rund um den Stollen

Stollen sollte niemals angeschnitten werden wenn er frisch ist.

Aufbewahren sollte man ihn, indem man ihn beispielsweise in eine Leintuch wickelt um es dann in einer Holzwanne aufzubewahren, so war es zumindest in den Anfangszeiten des Stollens.

Vereinfacht ist die Möglichkeit den Stollen in Originalverpackung auf den Balkon oder in einen Schrank zu stellen. Die Lagertemperatur ist mit 3 und 10 Grad am günstigsten gewählt.

Er sollte weder Wärme noch Frost abbekommen und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70% ist ideal.

Lang, lang ist’s her, da gab es die erste Rechnung, auf der ein Stollen stand.

Um genau zu sein 1474 war es, als der Dresdner Christstollen erstmals auf der Rechnung des christlichen Bartolomai-Hospitals erwähnt wurde. Der Stollen gilt als mittelalterliches Fastengebäck bestand damals nur aus Mehl, Hefe und Wasser. Damals derlaubten die katholischen Grundregeln weder Butter noch Milch.

Aber es gab einen kulinarisch recht positiv veranlagten Menschen namens Kurfürst Ernst von Sachsen, der zusammen mit seinem Bruder Albrecht im Jahr 1450 den Papst Nikolaus V. bat, just jenes Butter-Verbot aufzuheben. Vermutlich als gute Tat vor dem Weihnachtsfest ließ sich dieses wichtige Haupt der katholischen Kirche umstimmen und schickte ein als „Butterbrief‘ bekanntes Schreiben, welches bessere Zutaten erlaubte.

Ab ca. 1500 wurden in Dresden „Christbrote uff Weihnachten“ auf dem Striezelmarkt, dem wohl ältesten deutschen Weihnachtsmarkt, verkauft. Ab 1560 übergaben die Stollenbäcker ihrem Landesherrn zum heiligen Fest ein oder zwei Weihnachtsstollen von 36 Pfund Gewicht. Acht Meister und acht Gesellen trugen ihn zum Schloß.

1730 ließ August der Starke, der wie man weiß einigen Genüssen – nicht nur den kulinarischen – frünte, von der Bäckerzunft Dresdens einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen backen. An dieses Ereignis knüpft das jährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent in Dresden stattfindende Stollenfest an.

Der Dresdner Christstollen wird in seiner jetzigen Beschaffenheit und mit den Zutaten wird erst seit diesem Jahrhundert gebacken.

Jede Menge Stollenrezepte und andere Weihnachtsbäckerei gibt bei unseren Weihnachtsrezepten.

Adventszopf

Das Mehl, die Hefe sowie Milch, Butter, Zucker, Salz und Eier zu einem Hefeteig verarbeiten um diesen dann 30 Minuten gehen zu lassen.

Dann den Teig zu einem Zopf flechten (3er, 4er, 6er oder 8er Zopf) und mit einem verquirrlten Ei bestreichen, anschließend mit Hagelzucker bestreuen.

Diesen Zopf bzw. Striezel bei 180 °C goldgelb backen.

Je nach Geschmack können zusätzlich Rosinen oder getrocknete, klein geschnittene Aprikosen zugegeben werden.

p. s. Hefeteig oder Brot ist ganz durchgebacken, wenn es innen hohl klingt. Gebäck umdrehen und von hinten „anklopfen“.

1/2 kg Mehl (evtl. Vollkorn)
1 Würfel Hefe
0,2 l Milch
100 gr Butter
2 Eier
1 TL Salz
100 gr Zucker
1 Ei (zum Bestreichen)

Mitbringsel zur Adventszeit

Einfach eine nette Kleinigkeit zwischen den Adventstagen.

weihnachtsbrot
Da es bei mir auch oftmals „schnell“ gehen muss habe ich immer genügend Brotbackmischungen vorrätig. Somit auch ein schnelles Geschenk für einen kurzen Besuch mal zwischendurch.

Abends eine Brotbackmischung verfeinern durch Brotgewürz, Joghurt, Butter oder Schmalz – über Nacht backen und danach abkühlen lassen um es am nächsten Morgen mit ein paar Ästen und passender Verpackung weihnachtlich zu gestalten. Kommt immer gut an, die doch die wenigsten ihr Brot selber backen und sieht adventlich aus.

Welches Brot ist gesünder?

Wir Deutschen lieben unser Brot, von dem es hunderte von Arten gibt, wie sich schon hier unter den Rezepten zeigt.

Allerdings: Reines Weißbrot besitzt keine wertvollen Inhaltsstoffe, dafür aber echte Dickmacher – während Brote aus gesundem Schrot und Korn doch einiges an Fitalmachern.

Reines Vollkornbrot – aus vollem Korn und nicht aus Auszugsmehlen bestehend – beinhaltet Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, aber auch eine Menge an Ballaststoffen. Auch Körner- oder Mischbrote sollten ein fester Bestandteil unserer Ernährung sein … im Gegensatz zu weißen, hellen und ballaststoffarmen Broten.

Die Ballaststoffe quellen im Magen auf und vermitteln dadurch ein langes Sättigungsgefühl, dieses wird durch den GI (glykämischen Index) ausgewertet. Dieser Index informiert über die Blutzuckersteigernde Wirksamkeit eines Lebensmittels. Je höher dieser ist, desto schneller steigt der Blutzucker, fördert Übergewicht und Diabetes.

Weißbrot hat einen GI-Wert von ca. 70, während gebackenes Vollkorn mit „nur“ 40 zu Buche schlägt. Beispielsweise das Vollkorn-Sauerteig-Brot oder oder Saatkornbrot oder ein Vollkornbrot mit Buttermilch.

Brot-Paprika-Salat

Die Brötchen würfeln, den Knoblauch hacken und beides mit Olivenöl vermengen. Bei 170 Grad Umluft im Backofen ca. 10 Minuten cross backen.

Die Schale der unbehandelten Zitrone abreiben, auspressen. Die Schale und den Saft mit Apfeldicksaft und Balsamico-Creme mischen. Je nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Gemüse stückeln, Zwiebel in Streifen schneiden und mit dem Dressing vermengen. Unmittelbar vor dem Servieren das Brot unterheben und mit gewürfeltem Mozarella und Basilikum servieren.

Zutaten:
3 Brötchen
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
1 unbehandelte Zitrone
2 EL Apfeldicksaft
3 EL Balsamicocreme
500 gr Tomaten
2 Paprika
1 Dose Artischocken
1 Zwiebel
1 Mozarella
Basilikum, Salz und Pfeffer

Quelle:
EDEKA – Diese Woche – Ausgabe 24/2014