Doppekoche, Doppeköche oder Rappes

Besonders auf dem Lande war früher der Martinstag ein ganz besonderer Tag. An diesem Tage erhielten die Mägde und Knechte ihren Lohn, da jetzt die Ernte eingebracht und der Wein gekeltert war. Das typische Gebäck für den Martinstag könnt Ihr übrigens bei den Weihnachtsrezepten erfahren.

Der Martinstag stand für das Ende eines jeden Wirtschaftsjahres. Zu diesem Zeitpunkt mußten jedoch die Abgaben an Zinsen und Pacht bezahlt werden. Viele Bauern leisteten ihre Abgaben nicht in form von Geld sondern in Naturalien, also durch landwirtschaftliche Produkte, z.B. einer Kuh, einem Schwein oder einer Gans. Weil die Gänse oft vorher geschlachtet wurden, um dem Gutsherren einen fetten Gänsebraten zu servieren wurden diese Gänse nach dem Namen des Tages, also Martinsgans genannt.

rappesrezept

Die etwas ärmere Bevöllkerung labte sich an diesem Gericht hier: Doppekoche, oder Döppekoche oder im Hunsrück Rappes, wo es mit Apfelmuß serviert wird. Einfach lecker schmeckt diese Art Reibekuchen auch mit Salat.

2 kg Kartoffeln (für kleinere Esser oder Familien diese Zutaten am besten hälfteln)

2 Ei(er)

200 g Schinken, gewürfelt

2 Brötchen, altbackene und Âœ Liter Milch sowie Salz - Pfeffer - Muskat und Öl (je nach Wunsch auch geschnittene Salami, Speck, Zwiebeln oder oder oder)Bei Bedarf noch eine Käseschicht zum Überbacken.

Brötchen in Würfel schneiden, in der heißen Milch einweichen und gut zerdrücken und die Kartoffeln reiben. Diese Kartoffelmasse mit allen Zutaten gut vermengen. Eine Auflaufform mit Öl auspinseln (darf auch etwas mehr sein). Den Bräter n o c h o h n e Kartoffelmasse in den heißen Ofen (250 Grad) stellen. Erst wenn das Öl schon richtig heiß ist die Form oder den Bräter wieder herausnehmen dann erst mit viel Vorsicht die Kartoffelmasse einfüllen und ab in den Offen für ca. 30 Min, dann auf 200 Grad runter gehen und solange backen, bis sich eine richtig schöne Kruste gebildet hat (ca. 1Std).

Doppekocherezept

Wer übrigens gerne mehr über Brauch, Brauchtümer, die entsprechenden Gedichte oder Vorgeschichten wissen möchte, der kann so manches erfahren bei www.dagmar-borchert.de

Adventsbrot

Die Zutaten für den Ansatz mischen und diesen Ansatz mit Rum zwei Tage stehen lassen.

für den Brotteig alle Zutaten vermischen und verkneten. Danach den Ansatz zu dem Brotteig geben und verkneten. Den Teig in zwei Hälften teilen und diese zulänglichen Brotblaiben formen und mit Wasser einstreichen. Danach auf ein gefettetes Backblech legen.

Den Teig, bzw. die zwei Laiber, nochmals 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Anschließend die Oberflächen der Brote mit Mehl bestreuen, absieben, evtl. mit einer weihnachtlichen Motivschablone wie Sternen.

Die Brote in den auf 240 Grad vorgeheizten Backofen schieben und 5 Minuten bei 240 Grad backen, dann den Backofen auf 180 Grad zurückschalten und die Ofentüre kurz öffnen, damitder Backdampf entweichen kann. Die Brote weitere 45 Minuten backen lassen

Zutaten für den Ansatz:
150 gr Rum (38%)
100 gr weiche Backpflaumen
100 gr weiche Dörraprikosen
50 gr Orangeat
50 gr Zitronat
50 gr Mandelstifte
50 gr Rosinen

für den Brotteig
400 gr Weizenmehl Type 550
150 gr Roggenmehl Type 987
15 gr Sauerteig
10 gr Salz
15 gr Hefe
350 ml Wasser

sowie etwas Fett für das Blech und etwas Mehl zum bestäuben

Quelle:
Brotrezepte aus ländlichen Backstuben

Stollen … rund um den Stollen

Stollen sollte niemals angeschnitten werden wenn er frisch ist.

Aufbewahren sollte man ihn, indem man ihn beispielsweise in eine Leintuch wickelt um es dann in einer Holzwanne aufzubewahren, so war es zumindest in den Anfangszeiten des Stollens.

Vereinfacht ist die Möglichkeit den Stollen in Originalverpackung auf den Balkon oder in einen Schrank zu stellen. Die Lagertemperatur ist mit 3 und 10 Grad am günstigsten gewählt.

Er sollte weder Wärme noch Frost abbekommen und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70% ist ideal.

Lang, lang ist’s her, da gab es die erste Rechnung, auf der ein Stollen stand.

Um genau zu sein 1474 war es, als der Dresdner Christstollen erstmals auf der Rechnung des christlichen Bartolomai-Hospitals erwähnt wurde. Der Stollen gilt als mittelalterliches Fastengebäck bestand damals nur aus Mehl, Hefe und Wasser. Damals derlaubten die katholischen Grundregeln weder Butter noch Milch.

Aber es gab einen kulinarisch recht positiv veranlagten Menschen namens Kurfürst Ernst von Sachsen, der zusammen mit seinem Bruder Albrecht im Jahr 1450 den Papst Nikolaus V. bat, just jenes Butter-Verbot aufzuheben. Vermutlich als gute Tat vor dem Weihnachtsfest ließ sich dieses wichtige Haupt der katholischen Kirche umstimmen und schickte ein als “Butterbrief’ bekanntes Schreiben, welches bessere Zutaten erlaubte.

Ab ca. 1500 wurden in Dresden “Christbrote uff Weihnachten” auf dem Striezelmarkt, dem wohl ältesten deutschen Weihnachtsmarkt, verkauft. Ab 1560 übergaben die Stollenbäcker ihrem Landesherrn zum heiligen Fest ein oder zwei Weihnachtsstollen von 36 Pfund Gewicht. Acht Meister und acht Gesellen trugen ihn zum Schloß.

1730 ließ August der Starke, der wie man weiß einigen Genüssen - nicht nur den kulinarischen - frünte, von der Bäckerzunft Dresdens einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen backen. An dieses Ereignis knüpft das jährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent in Dresden stattfindende Stollenfest an.

Der Dresdner Christstollen wird in seiner jetzigen Beschaffenheit und mit den Zutaten wird erst seit diesem Jahrhundert gebacken.

Jede Menge Stollenrezepte und andere Weihnachtsbäckerei gibt bei unseren Weihnachtsrezepten.

Adventszopf

Das Mehl, die Hefe sowie Milch, Butter, Zucker, Salz und Eier zu einem Hefeteig verarbeiten um diesen dann 30 Minuten gehen zu lassen.

Dann den Teig zu einem Zopf flechten (3er, 4er, 6er oder 8er Zopf) und mit einem verquirrlten Ei bestreichen, anschließend mit Hagelzucker bestreuen.

Diesen Zopf bzw. Striezel bei 180 °C goldgelb backen.

Je nach Geschmack können zusätzlich Rosinen oder getrocknete, klein geschnittene Aprikosen zugegeben werden.

p. s. Hefeteig oder Brot ist ganz durchgebacken, wenn es innen hohl klingt. Gebäck umdrehen und von hinten “anklopfen”.

1/2 kg Mehl (evtl. Vollkorn)
1 Würfel Hefe
0,2 l Milch
100 gr Butter
2 Eier
1 TL Salz
100 gr Zucker
1 Ei (zum Bestreichen)

Mitbringsel zur Adventszeit

Einfach eine nette Kleinigkeit zwischen den Adventstagen.

weihnachtsbrot
Da es bei mir auch oftmals “schnell” gehen muss habe ich immer genügend Brotbackmischungen vorrätig. Somit auch ein schnelles Geschenk für einen kurzen Besuch mal zwischendurch.

Abends eine Brotbackmischung verfeinern durch Brotgewürz, Joghurt, Butter oder Schmalz - über Nacht backen und danach abkühlen lassen um es am nächsten Morgen mit ein paar Ästen und passender Verpackung weihnachtlich zu gestalten. Kommt immer gut an, die doch die wenigsten ihr Brot selber backen und sieht adventlich aus.

Welches Brot ist gesünder?

Wir Deutschen lieben unser Brot, von dem es hunderte von Arten gibt, wie sich schon hier unter den Rezepten zeigt.

Allerdings: Reines Weißbrot besitzt keine wertvollen Inhaltsstoffe, dafür aber echte Dickmacher - während Brote aus gesundem Schrot und Korn doch einiges an Fitalmachern.

Reines Vollkornbrot - aus vollem Korn und nicht aus Auszugsmehlen bestehend - beinhaltet Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, aber auch eine Menge an Ballaststoffen. Auch Körner- oder Mischbrote sollten ein fester Bestandteil unserer Ernährung sein … im Gegensatz zu weißen, hellen und ballaststoffarmen Broten.

Die Ballaststoffe quellen im Magen auf und vermitteln dadurch ein langes Sättigungsgefühl, dieses wird durch den GI (glykämischen Index) ausgewertet. Dieser Index informiert über die Blutzuckersteigernde Wirksamkeit eines Lebensmittels. Je höher dieser ist, desto schneller steigt der Blutzucker, fördert Übergewicht und Diabetes.

Weißbrot hat einen GI-Wert von ca. 70, während gebackenes Vollkorn mit “nur” 40 zu Buche schlägt. Beispielsweise das Vollkorn-Sauerteig-Brot oder oder Saatkornbrot oder ein Vollkornbrot mit Buttermilch.

Brot-Paprika-Salat

Die Brötchen würfeln, den Knoblauch hacken und beides mit Olivenöl vermengen. Bei 170 Grad Umluft im Backofen ca. 10 Minuten cross backen.

Die Schale der unbehandelten Zitrone abreiben, auspressen. Die Schale und den Saft mit Apfeldicksaft und Balsamico-Creme mischen. Je nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Gemüse stückeln, Zwiebel in Streifen schneiden und mit dem Dressing vermengen. Unmittelbar vor dem Servieren das Brot unterheben und mit gewürfeltem Mozarella und Basilikum servieren.

Zutaten:
3 Brötchen
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
1 unbehandelte Zitrone
2 EL Apfeldicksaft
3 EL Balsamicocreme
500 gr Tomaten
2 Paprika
1 Dose Artischocken
1 Zwiebel
1 Mozarella
Basilikum, Salz und Pfeffer

Quelle:
EDEKA - Diese Woche - Ausgabe 24/2014

Stockbrot aus Hefeteig

neben der von uns favouritisierten Methode das Stockbrot mit Backpulver zu backen gibt es auch noch eine Variante mit Hefe. Dazu lässt sich jedoch bemerken, dass die Backzeit ca. 30 Minuten beträgt. Ob Kinder oder hungrige Mägen soviel Geduld aufbringen?

In jedem Fall gibt es hier die Hefevariante

Stockbrot aus Hefe

Aus den Zutaten einen gut gekneteten Hefeteig bereiten und zugedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen (wenn eine Möglichkeit besteht am besten neben dem Feuer), bis der Teig sich verdoppelt hat. Teig dann nochmals gründlich durchkneten. Jeder Mitgriller erhält einen abgeschälten Stock. Aus dem Teig formt sich jeder Stockbrotbäcker eine Rolle (etwa soviel Teig wie für ein Brötchen gebraucht wird). Die Rolle wird um den abgeschälten Stock gewickelt. Stockbrot über starker Glut unter ständigem Drehen ungefähr 30 Min. backen.

500 g Weizenmehl idealerweise Type 550, ansonsten 405
1/2 Pckg. Hefe
1 TL Honig
1 TL Meersalz
350 g lauwarmes Wasser 

Stockbrot

Neben dieser schnellen Variante von Stockbrot gibt es auch noch eine Möglichkeit, das Stockbrot mit Hefe zuzubereiten. Ich für meinen Teil habe das nur einmal zum Testen gemacht, da ich einfach der Meinung bin kein Kind und auch kein hungriger Erwachsener hat Lust eine halbe Stunde auf das Brot zum Grillgut zu warten. Deshalb also hier unsere schnellere Variante aus Backpulver.

Der Teig ist einfach und schnell zubereitet und als Hilfsmittel wird lediglich ein stärkerer Ast benötigt, dessen Rinde im oberen Bereich abgeschält wird, damit dort dann das Brot aufgespießt werden kann

Der Grundteig für das Stockbrot wird zubereitet indem Mehl, Salz und Backpulver vermischt werden, danach wird die Margarine und dann die Milch zugegeben. Die Milch bitte immer nur portionsweise zugeben und so lange weiterkneten bis der Teig geschmeidig, aber dennoch fest, ist.

Nun werden kleine Teigstücke zu ca. 15 cm langen Rollen geformt und die Stockspitze abwärts gewickelt. Innerhalb von 5 Minuten sind die Stockbrote, die jeder selber ins Feuer hält, knusprig gebacken. Der Stock mit dem Brot sollte regelmässig gedreht werden, denn wir wollen ja kein schwarzes Brot sondern lediglich ein gut gebräuntes.

Wenn es eine hellbraune Farbe bekommen hat, ca. 5 Minuten mit dem offenen Feuer “geflirtet” hat dann etwas abkühlen und gleich genießen.

Viele Varianten des Stockbrotes sind denkbar:
Speck um das Stockbrot wickeln
Kräuter in den Teig des Speckbrotes
Salami um das Stockbrot wickeln
Zwiebeln, Kümmel etc. unter den Teig des Stockbrotes mischen
Für Kiddies vielleich reizvoll: süße Variante mit Nutella

An Zutaten werden für 3 Portionen benötigt:

400 g Mehl
1/2 TL Salz
2 TL Backpulver
50 g Margarine
1/8 Liter Milch

Douglas Dessous

schokoladige Kirsch-Konfitüre

Vor der Zubereitung sollte die Schokolade klein gehackt werden.

Die Kirschen werden gewaschen, entkernt und mit dem Pürierstab grob zerkleinert (bei mir tätigt solche Arbeiten die Küchenmaschine). Dann werden die Kirschen mit dem Gelierzucker vermengt. Alles 4 Minuten zum sprudelnden kochen bringen und eventuell entstehenden Schaum abnehmen. Dabei beständig rühren um ein anbrennen zu verhindern.

Kurz die Schokolade unterrühren und Marmelade in die - zuvor - heiß ausgespülten Gläser füllen. Bis zum Rand auffüllen und sofort mit dem Deckel verschließen. Die Gläser für 15 Minuten auf den Kopf stellen, danach umdrehen und auskühlen lassen.

Da diese Kocherei spritzintensiv werden könnte sollte ein so großer Topf gewählt werden, dass die Masse nur die Hälfte des Topfes einnimmt.

Zutaten
1 kg Kirschen
250 gr Gelierzucker
100 gr Vollmilchschokolade

Quelle: Netto Angebotsheft, Ba-Wü, für 19.07.14

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